FrĂĽhling am Ufer

Frühling am Ufer

Teammitglied Bob Veerman macht sich gemeinsam mit Klaas Klouwer auf den Weg. Bereits am Mittwoch wurde ein kleiner Schlachtplan für die anstehende Session geschmiedet.
 

Am Samstagmorgen bricht Bob früher von der Arbeit auf, um rechtzeitig am Spot zu sein. Klaas verlässt das Haus um neun Uhr und baut zunächst sein Zelt am Platz auf. Er bereitet seine Rigs vor und fährt anschließend die Ruten mit dem Futterboot aus. Schon bald meldet sich der erste Brassen. Das gibt Vertrauen, denn wenn die Brassen aktiv sind, lassen die Karpfen an diesem Gewässer meist niet lange auf sich warten.

Der Erste des Frühjahrs

Es ist zwei Uhr mittags, als Bob am Spot eintrifft. Während er noch seine Tasche und sein Zelt in den Händen hält, läuft Klaas' rechte Rute ab. Klaas nimmt die Rute auf und spürt sofort, dass het ein Karpfen is. Der Fisch kämpft wild, landet aber schließlich sicher im Kescher. Bob rennt schnell zum Auto, um die Kamera te holen. Erst machen wir ein paar schöne Aufnahmen, dann darf der Fisch wieder schwimmen.


In de Zwischenzeit ist auch Bob fleißig dabei, sein Tackle aufzubauen. Das Zelt steht, die Ruten sind bereit und die Vorfächer werden gebunden. Wir fischen beide mit demselben Köder: Ein Snowman, bestehend aus einem Tigernüsse Crunch Karamell Boilie (20mm) und einem Pop-up (12mm) darüber. Bob fährt zuerst seine Ruten aus, danach folgt Klaas' rechte Rute.


Nun heißt es warten auf einen echten, dicken Winterkarpfen. Voller Vertrauen gehen wir in die Nacht...



Fast ein neues PB

Inzwischen ist es stockfinster. Gegen halb zehn läuft Klaas' linke Rute ab. Bob hatte Klaas zuvor mit einem Schmunzeln prophezeit: „Wenn diese Rute abläuft, ist es immer ein Großer.“ Und Bob sollte recht behalten: Der Fisch schüttelte kaum mit dem Kopf und schwamm sehr ruhig – ein typisches Zeichen für einen gewichtigen Fisch. Die Spannung stieg, wir wollten diesen Fisch auf keinen Fall verlieren. Als der Karpfen näher zum Ufer kam, sahen wir, dass es ein prächtiges Tier war. Schnell den Kescher drunter und... Sicher gelandet!


Bob hatte bereits seine Multilights auf Stormpoles geschraubt und vor der Abhaakmatte positioniert. Als Klaas den Fisch vorsichtig auf die Matte legte, traute er seinen Augen kaum. Das könnte ein neues PB (Personal Best) sein! Beim Wiegen fehlten jedoch ein paar Gramm – knapp am Rekord vorbei. Dennoch machten wir einige Fotos, bevor der Fisch wieder in sein Element entlassen wurde.

 

Hindernisangeln

Um viertel nach zehn läuft Bobs rechte Rute ab. Er hatte die Bremse fast geschlossen, da sich in der Nähe einige Hindernisse befanden, die der Karpfen nicht erreichen durfte. Dank des harten Drills konnte er den Fisch erfolgreich von den Hindernissen weglenken. Die Rute war gefährlich gebogen – ein klares Zeichen für einen weiteren guten Fisch. Kurz vor dem Ufer flüchtete der Karpfen noch einige Male kraftvoll, aber Bob sah, dass der Haken perfekt saß. Klaas hielt diesmal den Kescher bereit und keschert den Fisch routiniert ein. Wir hatten recht: Wieder ein wunderschöner Winterkarpfen. Die Multilights gingen wieder an, die Fotos wurden gemacht und der Fisch durfte wieder schwimmen. Voller Zuversicht setzten wir die Nacht fort.


Am nächsten Morgen wachen wir auf. Leider gab es in der Nacht keine weiteren Bisse. Beim Frühstück besprechen wir, warum es nachts so ruhig geblieben ist. Aber gut, es ist immer noch zeitiges Frühjahr und die Wassertemperatur ist noch recht niedrig. Und das Wichtigste: Wir haben nicht geblankt! Während wir noch einige Produktfotos machen, läuft Klaas' linke Rute plötzlich hart ab. Er nimmt die Rute auf, spürt aber viele schnelle Schläge in der Spitze. Es stellt sich als eine große Schleie heraus. Nach der Schleie beschlossen wir, einzupacken. Mit dem Gefühl einer absolut gelungenen Session im Gepäck machten wir uns auf den Heimweg.

 

  Bob Veerman     30-03-2026 13:59     Kommentare ( 0 )
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